Kindliches Schnarchen – was hilft dagegen? 10 Dezember 2020

schlafendes KindRund jedes 10. Kind schläft geräuschvoll. Schnarchen ist bei Kindern keine Seltenheit und sollte für Eltern ein Anlass sein, der Ursache auf den Grund zu gehen. Können gesundheitliche Faktoren ausgeschlossen werden, lohnt sich eine Kontrolle des Bettes und seiner Eigenschaften.

Warum Kinder schnarchen

Kommt es zu sägenden oder knarrenden Geräuschen aus dem Kinderzimmer, schauen Sie, wie Ihr Kind liegt und warum es schnarcht. In den meisten Fällen werden Sie feststellen, dass der Nachwuchs auf dem Rücken liegt und durch den Mund atmet. Diese Schlafposition prädestiniert zum Schnarchen, das sich verstärkt, wenn der Kopf auf einem ungeeigneten Kissen gebettet und nach hinten überstreckt ist. Beobachten Sie die nächtliche Geräuschentwicklung öfter oder gar regelmäßig, suchen Sie den Kindearzt auf. Polypen, vergrößerte Rachenmandeln oder Übergewicht wirken sich negativ auf die Nasenatmung aus und führen dazu, dass Kinder im Schlaf durch den halb geöffneten Mund atmen. Stellt der Arzt keine behandlungsbedürftigen Ursachen fest, kann der Grund für die nächtliche Unruhe im Kinderbett zu finden sein. Eine zu weiche Matratze, ein ungeeignetes Kissen oder die bis über die Nasenspitze gezogene, viel zu große Bettdecke können zum Schnarchen führen. In seltenen Fällen führen Fehlbildungen des Kiefers und der Zähne dazu, dass ein Kind mit geöffnetem Mund schläft und dadurch schnarcht.

Risiken der fehlenden Nasenatmung

Kinder im Kita- und Vorschulalter leiden häufig unter Polypen. Hierbei handelt es sich um gutartige Wucherungen der Nasenschleimhaut, die die oberen Atemwege einengen und im unbewussten Zustand zur Mundatmung führen. Kann Ihr Kind nicht ausreichend Sauerstoff durch die Nase einatmen, führt dieser Umstand zur nächtlichen Unruhe und in Folge zu Tagesmüdigkeit. Bei Einschränkungen der Atmung ist der Schlaf nicht erholsam, sondern sehr anstrengend. Entwicklungsstörungen, Konzentrationsmängel und kognitive Einbußen oder Hyperaktivität sind Folgeerscheinungen des Schnarchens. Wird die Atmungsstörung nicht in ihrer Ursache erkannt und behandelt, kann es perspektivisch zu Wesensveränderungen wie starker Gereiztheit kommen. Fakt ist ebenso, dass schnarchende Kinder zu lebenslangen Schnarchern werden und ein erhöhtes Risiko für Schlafapnoe aufweisen.

Wie Sie Ihrem Kind helfen können

Was zu tun ist und welche Tipps Sie befolgen sollten, erfahren Sie nach Ihrem Besuch beim Kinderarzt. Die Abhilfe und die Wiederherstellung der notwendigen Schlafhygiene beruht auf den Gründen, die zum Schnarchen führen. Ursachenunabhängig sollten Sie dafür sorgen, dass Ihr Kind einen konstanten Tag-Nachtrhythmus und zuverlässige Schlafrituale hat. Falls sich der Grund für die nächtliche Unruhe im Bett finden, achten Sie beim Kauf des neuen Kinderbettes auf eine ergonomische Matratze und kindgerechtes Bettzeug. Lüften Sie das Zimmer vor der Nachtruhe und schließen die Tür, wenn das Kind eingeschlafen ist. Denn auch Umgebungsgeräusche können Unruhe begünstigen und kleine Schnarcher dazu animieren, sich die Ohren – und damit auch die Nase – mit der Bettdecke zu verschließen.

Fazit – Steigern Sie die Schlafqualität Ihres Kindes!

Schnarchgeräusche aus dem Kinderzimmer sind immer ein Anlass zur Besorgnis. Wenn Kinder schnarchen, können gesundheitliche Ursachen zugrunde liegen. Hier kann nur der Kinderarzt helfen und eine Diagnose aufstellen, sowie die Behandlung einleiten. Ihre Aufgabe besteht darin, Ihrem Kind die wichtigen Schlafrituale zu ermöglichen und ein bequemes, ergonomisches Bett fürs Kinderzimmer anzuschaffen.

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